Fachbegriffe aus der Hämato-Onkologie

  • Kachexsie

    Unter Kachexsie versteht man eine starke Abmagerung durch Gewichtsverlust. Sie schwächt den Körper des Betroffenen, macht ihn anfällig für Infektionen und beeinträchtigt die Funktion der inneren Organe. Sie tritt häufig auf als Alterserscheinung oder als Begleitsymptom verschiedener, chronischer Krankheiten, z. B. AIDS, COPD (Chronisch obstruktive Bronchitis), sowie bei Tumorpatienten.

  • Knochenmarkpunktionen

    Um bestimmte Krankheiten des Blutes zu diagnostizieren, oder z. B. um festzustellen, ob Metastasen, also Tochtergeschwulste (= Metastasen) von Tumoren ins Knochmark gestreut haben, ist eine Knochenmarkpunktion notwendig. Dabei wird unter örtlicher Betäubung mit einer Hohlnadel eine Knochenmarkprobe meist aus dem Beckenkamm angesaugt und anschließend mikroskopisch untersucht. In unserer Praxis für Hämatologie und Onkologie in Neuburg sind wir spezialisiert auf Knochenmarkpunktionen. Praxen im Landkreis Neuburg Schrobenhausen können Patienten zur Knochenmarkpunktion an uns überweisen.

  • Knochenszintigramm

    In der Nachsorge von Tumorpatienten wird häufig ein Knochenszintigramm durchgeführt. Es gibt Hinweis darauf, ob sich Metastasen, sogenannte Tochtergeschwulste, im Knochen gebildet haben. Zur Untersuchung wird eine schwach radioaktive Flüssigkeit in die Venen des Patienten gespritzt. Nach einigen Stunden, in denen der Patient reichlich Flüssigkeit zu sich nimmt, wird die Aufnahme gemacht. Dabei liegt der Patient bequem auf einer Liege, das Gerät fährt den Körper ab und zeichnet die Bilder auf. Die Strahlenbelastung ist gering. Die eingespritzte Flüssigkeit enthält kein Jod und verursacht auch keine Allergien. Die Untersuchung wird in spezialisierten radiologischen Praxen durchgeführt, zu denen wir Sie bei Bedarf überweisen.

  • Krebs

    Krebserkrankungen sind nach Herzkreislauferkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland. Jährlich erkranken über 400.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Bei Frauen ist Brustkrebs am häufigsten, bei Männern Prostatakrebs, jeweils gefolgt von Darmkrebs. Krebserkrankungen, die sich über viele Jahre aus Vorstufen entwickeln, können durch Krebsfrüherkennungsuntersuchungen im Frühstadium entdeckt und behandelt werden, wodurch sich die Heilungsschancen verbessern. Dies gilt für Krebserkrankungen des Gebärmutterhals, des Darms, der Haut, der Brust und der Prostata. Deshalb wird allen Versicherten empfohlen, die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig zu nutzen. Quelle: Krebs in Deutschland 2006. Robert Koch-Institut.

erstellt am: 13.09.2011
zuletzt aktualisiert am: 16.01.2017
Autor: Angelika Dürr