Fachbegriffe aus der Hämato-Onkologie

  • Targeted Therapy

    Unter dem Begriff 'Gezielte Krebstherapie' (engl. targeted therapy) versteht man Behandlungen mit Arzneistoffen gegen Krebs, die das Krebsgewebe über biologische Strukturen angreifen, die nur Krebszellen nicht jedoch gesundes Körperzellen aufweisen. Sie beeinträchtigen daher das Wachstum gesunder Zellen weniger als klassische Zytostatika (= Arzneimittel, die die Teilung von Krebszellen stören) und wirken gezielter auf die eigentlichen Krebszellen. Zu diesen neuen Arzneimitteln gehören gentechnisch hergestellte monoklonale Antikörper. Wirkstoffe dieser Substanzklasse tragen die Namensendung '-mab'. Wirkstoffe, die der Klasse der sogenannten small molecules angehören, tragen die Namensendung '-mib' oder '-nib'. Diese neuartigen Arzneimittel werden mit den konventionellen Therapiemethoden kombiniert, die in der Krebstherapie zum Einsatz kommen: Chemotherapie, Strahlentherapie, Chirurgie. Die Therapie mit monoklonalen Antikörpern ist als Krebsimmuntherapie eine Sonderform der gezielten Krebsthreapie. Wir führen regelmäßig Patientenseminare in unserer onkologischen Praxis in Neuburg durch, um über neue Entwicklungen auf dem Gebiet der gezielten Krebstherapie zu informieren. Sie sind herzlich eingeladen. Wir informieren Sie gerne über die nächsten Termine.

  • Tumormarker

    Tumormarker sind Bestandteile von Krebszellen - sogenannte Tumorantigene - oder es handelt sich um Stoffwechselprodukte, die diese Tumorzellen ausscheiden oder die von gesunden Körperzellen als Reaktion auf die Tumorzellen abgegeben werden, z. B. Hormone oder Enzyme. Tumormarker im Blut dienen der Diagnose einer Tumorerkrankung, zeigen an, ob sich ein Tumor im Körper befindet. Auch in der Verlaufskontrolle wird der Tumormarker herangezogen. Die Veränderung der Höhe des Tumormarkers hilft zu beurteilen, ob die Therapie angeschlagen hat. Auch in der Nachsorge kann das Wiederauftauchen eines Tumormarkers helfen, ein Rezidiv frühzeitig zu erkennen. Leider sind die Marker, abhängig von der Krebsart die sie anzeigen, unterschiedlich aussagekräftig. In der Regel sind weitere diagnostische Maßnahmen (CT, Gewebeentnahmen etc.) erforderlich, um einen sicheren Befund zu erheben.

  • Tumorpatienten

    Ein Tumor – von lat.: tumor, -oris, masc. (Plural: Tumoren, umgangssprachlich auch Tumore) (Geschwulst, Schwellung) – im weiteren Sinn ist jede Zunahme eines Gewebsvolumens unabhängig von der Ursache. Synonyme in einer zweiten, engeren Bedeutung sind die Begriffe Neoplasie („Neubildung“) und „Gewächs“. In unserer Praxis in Neuburg haben wir uns auf die Behandlung von Blut- und Krebserkrankungen spezialisiert.

  • Tumorschmerztherapie

    Die Schmerztherapie hat große Fortschritte gemacht. Durch Gabe langwirksamer, sog. retardierter, Schmerzmittel ist es möglich, auch stärkste Schmerzen wirksam rund um die Uhr zu kontrollieren. Schmerz hat einen negativen Einfluss auf die Psyche und den Körper, weshalb eine ausreichende Schmerzkontrolle wichtig ist. Um die Schmerstärke zu messen, wird eine visuelle Schmerzskala verwendet. Auf einer Skala von 1 bis 10 gibt der Patient an, wie er seinen Schmerz einschätzt. Der Arzt bekommt so vom Patient den Hinweis, ob die Schmerzmittelgabe ausreichend ist, oder ob z. B. eine Dosisanpassung oder der Wechsel auf ein stärker wirksames Schmerzmittel oder eine Kombination verschiedener Schmerzmittel notwendig ist. In unserer onkologischen Praxis in Neuburg sind wir spezialisiert auf die Behandlung von Tumorschmerzen.

erstellt am: 13.09.2011
zuletzt aktualisiert am: 16.01.2017
Autor: Angelika Dürr